Generalisierte Angststörung. Wenn Sorgen den Alltag bestimmen

Ständig kreisende Gedanken, ein Gefühl innerer Anspannung, das einfach nicht nachlässt. Dazu die Angst, dass etwas Schlimmes passieren könnte, obwohl es keinen konkreten Anlass gibt. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, leiden Sie möglicherweise unter einer generalisierten Angststörung.

In meiner privatärztlichen Praxis in Gießen begleite ich Menschen, die unter dieser belastenden Form der Angst leiden. Als Fachärztin für Allgemeinmedizin mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie kann ich sowohl die seelischen als auch die körperlichen Seiten Ihrer Beschwerden verstehen und behandeln.

Was ist eine generalisierte Angststörung?

Die generalisierte Angststörung (GAS) ist eine anerkannte psychische Erkrankung, bei der Betroffene unter anhaltender, übermäßiger Besorgnis leiden. Diese Sorgen beziehen sich nicht auf eine bestimmte Situation, sondern auf viele unterschiedliche Lebensbereiche gleichzeitig: Gesundheit, Familie, Beruf, Finanzen.

Anders als bei einer Panikattacke kommt die Angst nicht in plötzlichen Wellen. Sie ist vielmehr ein Dauerzustand. Viele meiner Patientinnen und Patienten berichten, dass sie sich nicht erinnern können, wann sie zuletzt wirklich entspannt waren.

Die GAS betrifft etwa 5 bis 6 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Oft beginnt die Erkrankung schleichend und wird erst spät erkannt, weil Betroffene ihre Sorgen als “normale Eigenschaft” abtun.

Symptome einer generalisierten Angststörung

Die Symptome einer GAS betreffen Körper und Psyche gleichermaßen. In meiner Praxis erlebe ich häufig, dass Betroffene zunächst wegen der körperlichen Beschwerden Hilfe suchen, ohne zu wissen, dass eine Angststörung dahintersteckt.

Psychische Symptome

  • Ständiges Grübeln und Sorgenmachen über Alltägliches
  • Katastrophendenken (“Was wäre, wenn…”)
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Reizbarkeit und innere Unruhe
  • Das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
  • Schlafstörungen durch kreisende Gedanken

Körperliche Symptome

  • Muskelverspannungen, besonders im Nacken- und Schulterbereich
  • Herzrasen oder Herzklopfen
  • Schwindel und Benommenheit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Spannungskopfschmerzen
  • Schweißausbrüche
  • Zittern

Sorgen über die Sorgen. Die sogenannte Meta-Angst

Ein typisches Merkmal der GAS ist, dass Betroffene nicht nur unter den Sorgen selbst leiden, sondern auch Angst vor dem Sorgenmachen entwickeln. “Warum kann ich nicht einfach aufhören zu grübeln?” oder “Stimmt etwas nicht mit mir?” sind Gedanken, die mir in der Therapie immer wieder begegnen.

Diese Meta-Sorgen verstärken den Teufelskreis und machen es besonders schwer, allein aus der Angst herauszufinden.

Ursachen einer generalisierten Angststörung

Die GAS hat selten eine einzelne Ursache. In meiner therapeutischen Arbeit sehe ich häufig ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Biografische Prägungen spielen oft eine zentrale Rolle. Unsichere Bindungserfahrungen in der Kindheit, ein ängstliches Elternhaus oder frühe Verlusterlebnisse können den Grundstein für spätere Ängste legen.

Hinzu kommen häufig unbewusste Konflikte: verdrängte Ängste und ungelöste innere Spannungen, die sich als diffuse Sorgen äußern. Genau diese Zusammenhänge aufzudecken ist ein zentrales Thema in der tiefenpsychologischen Therapie.

Auch die genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Studien zeigen, dass 30 bis 40 Prozent des Risikos für Angststörungen genetisch bedingt sind.

Schließlich können belastende Lebenssituationen wie beruflicher Druck, Beziehungskonflikte, finanzielle Sorgen oder gesundheitliche Probleme eine bestehende Veranlagung aktivieren.

Mein Therapieansatz bei generalisierter Angststörung

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

In meiner Praxis arbeite ich vor allem tiefenpsychologisch fundiert. Das bedeutet, dass wir nicht nur auf die Symptome schauen, sondern auf die tieferliegenden Ursachen Ihrer Angst.

Viele meiner Patientinnen und Patienten mit GAS tragen unbewusste Konflikte und alte Beziehungsmuster in sich, die sich als ständige Besorgnis äußern. In der Therapie decken wir diese Zusammenhänge auf und entwickeln neue Wege, mit innerer Unsicherheit umzugehen.

Bei der generalisierten Angststörung stößt die Verhaltenstherapie oft an Grenzen, weil es keinen konkreten Angstauslöser gibt, dem man sich “aussetzen” kann. Der tiefenpsychologische Ansatz bietet hier die Möglichkeit, die Wurzeln der Angst zu verstehen und langfristig aufzulösen.

Mein Vorteil als Ärztin und Psychotherapeutin

Als Fachärztin für Allgemeinmedizin kann ich körperliche Ursachen Ihrer Symptome erkennen und einordnen. Herzrasen, Schwindel oder Magen-Darm-Beschwerden können auch organische Ursachen haben. Diese möchte ich zunächst ausschließen oder mitbehandeln, bevor wir uns auf die psychotherapeutische Arbeit konzentrieren.

Diese Kombination aus medizinischem und psychotherapeutischem Blick ist besonders bei der generalisierten Angststörung wertvoll, weil die körperlichen Symptome so vielfältig sind.

Systemische Perspektive

Bei Bedarf beziehe ich auch systemische Methoden ein, besonders wenn Ihre Angst eng mit Beziehungsdynamiken, familiären Belastungen oder beruflichem Stress verknüpft ist.

Ablauf der Therapie in meiner Praxis

  1. Erstgespräch. Sie schildern mir Ihre Beschwerden und Ihre Lebenssituation. Ich höre zu, stelle Fragen und beurteile, ob und wie ich Ihnen helfen kann.
  2. Diagnostik. Gemeinsam klären wir, ob eine generalisierte Angststörung vorliegt und ob körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können.
  3. Therapieplan. Wir legen gemeinsam Ziele und Rahmenbedingungen fest, also Frequenz, Format (Präsenz oder Online) und Schwerpunkte.
  4. Therapiephase. In regelmäßigen Sitzungen, in der Regel wöchentlich à 50 Minuten, arbeiten wir an den Ursachen und entwickeln neue Bewältigungsstrategien.
  5. Abschluss und Stabilisierung. Gegen Ende der Therapie stärken wir das Erreichte und bereiten Sie auf den Alltag ohne therapeutische Begleitung vor.

Die Dauer ist individuell. Kurzzeittherapien umfassen ca. 20 bis 30 Sitzungen, Langzeittherapien können bis zu 80 Sitzungen oder mehr dauern.

Für wen ist die Therapie geeignet?

  • Menschen mit anhaltenden Sorgen und innerer Unruhe, die seit mindestens 6 Monaten bestehen
  • Betroffene, die bereits körperliche Symptome wie Verspannungen, Schlafstörungen oder Herzrasen bemerken
  • Personen, die das Gefühl haben, dass ihre Sorgen den Alltag zunehmend bestimmen
  • Privatversicherte und Selbstzahler, die kurzfristig einen Therapieplatz suchen

Nehmen Sie den ersten Schritt zur Veränderung

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Sorgen Sie nicht mehr loslassen, dass Sie nachts nicht zur Ruhe kommen oder dass die ständige Anspannung Ihre Lebensqualität einschränkt, dann ist es Zeit, einen Schritt zu gehen. Die generalisierte Angststörung ist gut behandelbar, und Sie müssen nicht alleine einen Weg daraus finden.

In meiner Privatpraxis in Gießen nehme ich mir Zeit, Sie und Ihre individuelle Geschichte kennenzulernen. Gemeinsam schauen wir, woher die Sorgen kommen und wie Sie einen neuen, gelasseneren Umgang mit ihnen entwickeln können. Ohne lange Wartezeiten und mit der Vertraulichkeit, die eine Privatpraxis bietet.

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Frau Dr. Zdenka Buedinger - Psychotherapeutin in Gießen

Dr. Zdenka Büdinger, Psychotherapeutin Gießen

Häufige Fragen zur generalisierten Angststörung

Ist eine generalisierte Angststörung heilbar?

Ja, die GAS ist gut behandelbar. Viele Patientinnen und Patienten erleben bereits nach einigen Wochen Therapie eine deutliche Entlastung. Ziel ist es, einen neuen Umgang mit Sorgen und innerer Anspannung zu entwickeln und langfristig wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.

Wie unterscheidet sich die GAS von normaler Sorge?
Jeder Mensch macht sich Sorgen, das ist völlig normal. Bei einer GAS sind die Sorgen allerdings übermäßig, schwer kontrollierbar und betreffen viele verschiedene Lebensbereiche gleichzeitig. Wenn die Angst über mehr als sechs Monate anhält und den Alltag spürbar beeinträchtigt, spricht man von einer Angststörung.
Brauche ich Medikamente?
In meiner Praxis steht die psychotherapeutische Behandlung im Vordergrund. Eine medikamentöse Begleitung empfehle ich nur in begründeten Fällen, etwa bei sehr starker Belastung oder wenn die Therapie allein nicht ausreicht. Als Ärztin kann ich das individuell mit Ihnen abwägen.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Als Privatpraxis kann ich in der Regel innerhalb weniger Tage ein Erstgespräch anbieten, ohne monatelange Wartezeit.
Ist auch eine Online-Therapie möglich?
Ja, ich biete Videosprechstunden an. Besonders bei Angststörungen kann es hilfreich sein, die Therapie zunächst von zu Hause aus zu beginnen, also in einer Umgebung, in der Sie sich sicher fühlen.
Welche Therapieform ist bei GAS am wirksamsten?
Sowohl die kognitive Verhaltenstherapie als auch die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sind wissenschaftlich anerkannte Verfahren zur Behandlung der GAS. Der tiefenpsychologische Ansatz eignet sich besonders gut, wenn Sie die Ursachen Ihrer Angst verstehen und langfristig auflösen möchten, anstatt nur die Symptome zu bewältigen.
Wohin des Weges? Darf ich Sie dabei ein Stück begleiten?

Ihr erster Schritt zur Veränderung

Praxis für Psychotherapie Gießen
Dr. Zdenka Büdinger

Heerweg 1, 35398 Gießen Klein-Linden
Email: zdenka.buedinger@t-online.de
Telefon: 0641 49554120

Ihre therapeutische Reise beginnt mit einem ersten, persönlichen Gespräch, in dem wir Ihren Bedürfnissen und Sorgen Raum geben. Gemeinsam legen wir die Ziele unserer Zusammenarbeit fest und besprechen das weitere Vorgehen. Die regelmäßigen Therapiesitzungen schaffen eine optimale Basis für nachhaltigen Veränderung.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu mehr innerer Stärke und einem glücklicheren Leben zu begleiten.

Zdenka Büdinger